Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
1. Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen Stefan Peuckert (nachfolgend „Auftragnehmer") und dem Kunden über die Erbringung von Dienstleistungen in den Bereichen Webdesign, Fotografie, Website-Wartung und Hosting sowie Prozessberatung (Standortbestimmung, Durchlauf-Audit), Umsetzung von Automatisierungen und Seminare. Sie richten sich in erster Linie an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Soweit der Kunde Verbraucher im Sinne des § 13 BGB ist, gelten die besonderen Regelungen dieser AGB für Verbraucher und die zwingenden gesetzlichen Vorschriften.
2. Vertragsschluss
Der Vertrag kommt zustande durch:
- Schriftliche Auftragsbestätigung durch den Auftragnehmer nach Erhalt einer Anfrage
- Annahme eines schriftlichen Angebots durch den Kunden
- Beginn der Leistungserbringung nach mündlicher oder schriftlicher Auftragserteilung
3. Leistungsumfang
3.1 Webdesign
Der Leistungsumfang ergibt sich aus der jeweiligen Auftragsbestätigung oder dem Angebot. Änderungswünsche des Kunden, die nach Auftragsbestätigung entstehen, können zu zusätzlichen Kosten führen und werden gesondert vereinbart.
3.2 Fotografie
Die Anzahl der zu liefernden Bilder, das Shooting-Konzept und eventuelle Nachbearbeitungen werden vor Auftragsbeginn schriftlich vereinbart. Der Kunde erhält die bearbeiteten Bilder in digitaler Form in vereinbarter Auflösung.
3.3 Website-Wartung
Die Wartungsleistungen umfassen je nach Paket: Updates, Backups, Sicherheitsüberwachung und kleinere Inhaltsanpassungen. Der genaue Umfang ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung des gewählten Wartungspakets.
3.4 Standortbestimmung und Durchlauf-Audit
Leistungsumfang, Termine vor Ort und Lieferform des Ergebnisberichts ergeben sich aus dem Angebot. Der Bericht enthält eine Einschätzung auf Grundlage der erhobenen Daten und der Angaben des Kunden. Ein bestimmter wirtschaftlicher Erfolg der empfohlenen Maßnahmen ist nicht geschuldet.
3.5 Umsetzung
Die Umsetzung erfolgt nur auf Grundlage eines abgeschlossenen Durchlauf-Audits. Umfang, Meilensteine und Abnahmekriterien werden im Angebot festgelegt. Der Kunde prüft jede Teilleistung innerhalb von 10 Werktagen nach Bereitstellung und erklärt die Abnahme oder benennt Mängel in Textform. Nach Ablauf der Frist gilt die Teilleistung als abgenommen, sofern der Auftragnehmer auf diese Folge bei Bereitstellung hingewiesen hat.
Werden Sprachmodelle oder andere Dienste Dritter eingesetzt, benennt das Angebot den Anbieter und den Zweck. Die laufenden Kosten dieser Dienste trägt der Kunde, sofern nichts anderes vereinbart ist.
3.6 Seminare
Eine Absage durch den Kunden ist bis 14 Tage vor dem Termin kostenfrei möglich. Bei späterer Absage werden 50 % des Honorars fällig.
4. Preise und Zahlungsbedingungen
4.1 Preise
Es gelten die zum Zeitpunkt der Auftragserteilung gültigen Preise. Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Gegenüber Verbrauchern werden Preise als Gesamtpreise einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer angegeben.
4.2 Zahlungsmodalitäten
- Webdesign-Projekte: Zahlung nach Fertigstellung und Abnahme
- Fotoshootings: Zahlung sofort nach dem Shooting, vor Auslieferung der bearbeiteten Bilder
- Wartungspakete (Hafendienst): Monatliche Vorauszahlung zum 1. des Monats. Das Paket „Vor Anker“ wird jährlich im Voraus berechnet.
- Umsetzungsprojekte: 30 % bei Auftragserteilung, 40 % nach Abnahme des ersten Meilensteins, 30 % nach Gesamtabnahme.
- Durchlauf-Audit: 50 % bei Auftragserteilung, 50 % nach der Präsentation der Ergebnisse.
4.3 Verzug
Bei Zahlungsverzug sind Verzugszinsen in Höhe von 5% über dem Basiszinssatz p.a. zu zahlen. Der Auftragnehmer behält sich vor, bei Zahlungsverzug nach vorheriger Ankündigung in Textform mit einer Frist von 14 Tagen die Arbeiten einzustellen. Hostet der Auftragnehmer die Website selbst, kann er sie nach Ablauf dieser Frist vorübergehend offline nehmen.
5. Mitwirkungspflichten des Kunden
Der Kunde verpflichtet sich:
- Alle für die Leistungserbringung notwendigen Informationen, Zugangsdaten und Materialien rechtzeitig zur Verfügung zu stellen
- Feedback und Freigaben innerhalb angemessener Fristen zu erteilen
- Bei Fotoshootings pünktlich und vorbereitet zu erscheinen
Verzögerungen durch fehlende Mitwirkung des Kunden berechtigen nicht zur Minderung des Honorars und können zu Terminverschiebungen führen.
6. Urheberrecht und Nutzungsrechte
6.1 Webdesign
Der Kunde erhält nach vollständiger Bezahlung ein einfaches, uneingeschränktes Nutzungsrecht an der erstellten Website. Das Urheberrecht verbleibt beim Auftragnehmer. Eine Weitergabe des Quellcodes an Dritte bedarf der schriftlichen Zustimmung.
6.2 Fotografie
Der Kunde erhält nach vollständiger Bezahlung ein einfaches, zeitlich und räumlich unbegrenztes Nutzungsrecht für die vereinbarten Zwecke. Das Urheberrecht verbleibt beim Fotografen. Der Auftragnehmer behält sich das Recht vor, die Fotos zu Referenzzwecken zu nutzen.
6.3 Namensnennung
Der Auftragnehmer ist berechtigt, auf der Website und bei Fotos einen Urheberhinweis („Website: Ahoi") anzubringen.
6.4 Umsetzungen und Code
Der Kunde erhält nach vollständiger Bezahlung ein einfaches, zeitlich und räumlich unbeschränktes Nutzungsrecht an den für ihn erstellten Automatisierungen, Skripten und Konfigurationen für die Zwecke seines Betriebs, einschließlich des Rechts, sie durch Dritte anpassen zu lassen. Allgemeine Bausteine und Werkzeuge, die der Auftragnehmer projektübergreifend verwendet, bleiben beim Auftragnehmer.
7. Gewährleistung
7.1 Webdesign
Der Auftragnehmer gewährleistet, dass die Website bei Abnahme frei von wesentlichen Mängeln ist. Ist der Kunde Unternehmer, beträgt die Gewährleistungsfrist 12 Monate ab Abnahme. Für Verbraucher gilt die gesetzliche Frist. Kleinere optische Abweichungen stellen keinen Mangel dar.
7.2 Fotografie
Der Auftragnehmer gewährleistet technisch einwandfreie Aufnahmen. Ist der Kunde Unternehmer, sind offensichtliche Mängel innerhalb von 7 Tagen nach Lieferung in Textform anzuzeigen. Bei berechtigten Mängeln erfolgt kostenlose Nachbearbeitung oder im Einzelfall ein neues Shooting.
7.3 Ausschluss
Gewährleistungsansprüche sind ausgeschlossen bei:
- Unsachgemäßer Nutzung durch den Kunden
- Eingriffen Dritter ohne Zustimmung des Auftragnehmers
- Höherer Gewalt
8. Haftung
Der Auftragnehmer haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Auftragnehmer nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), beschränkt auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden.
Die Haftung für Datenverlust ist auf den typischen Wiederherstellungsaufwand beschränkt, der bei regelmäßiger Anfertigung von Sicherungskopien eingetreten wäre.
9. Vertraulichkeit
Beide Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Zusammenarbeit erhaltenen vertraulichen Informationen geheim zu halten und nur für die Vertragszwecke zu verwenden.
10. Auftragsverarbeitung
Soweit der Auftragnehmer im Rahmen von Hosting, Wartung oder Umsetzung personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien einen Vertrag über die Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Der Auftragnehmer stellt dafür eine Vorlage bereit.
11. Widerrufsrecht für Verbraucher
Verbraucher haben bei Verträgen, die ausschließlich über Fernkommunikationsmittel oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen werden, ein gesetzliches Widerrufsrecht. Die Widerrufsbelehrung und das Muster-Widerrufsformular finden Sie unter Widerrufsbelehrung.
12. Kündigung
12.1 Wartungsverträge (Hafendienst)
Wartungsverträge (Hafendienst) haben eine Mindestlaufzeit von 6 Monaten. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit verlängern sich die Verträge automatisch auf monatlicher Basis und können mit einer Frist von 14 Tagen zum Monatsende gekündigt werden.
12.2 Außerordentliche Kündigung
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor bei:
- Zahlungsverzug von mehr als zwei Monaten
- Schwerwiegenden Verstößen gegen diese AGB
- Insolvenz einer Vertragspartei
13. Schlussbestimmungen
13.1 Änderungen
Änderungen oder Ergänzungen des Vertrags bedürfen der Textform. Individuelle Absprachen haben Vorrang vor diesen AGB.
13.2 Salvatorische Klausel
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt.
13.3 Gerichtsstand
Gerichtsstand ist Wilhelmshaven, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
13.4 Anwendbares Recht
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
Stand: September 2026
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